Die Standardplattform beginnt, das Wachstum zu begrenzen. Was anfangs ein Vorteil war, wird nach einigen Jahren zur Einschränkung: kein Zugriff auf Prozesslogik oder Daten und kein Spielraum für Funktionen, die der Anbieter nicht vorgesehen hat.
Magento-Implementierungen für komplexen E-Commerce
Wir implementieren Magento dort, wo der Shop keine eigenständige Anwendung mehr ist, sondern zu einem zentralen Unternehmenssystem wird: Er tauscht Daten mit ERP, PIM und CRM aus, bedient mehrere Märkte oder unterstützt zwei Vertriebsmodelle gleichzeitig. Wir begleiten das Projekt von der Anforderungsanalyse über Architektur und Entwicklung bis zum Launch und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform.
Ein kostenloses Gespräch von 30–60 Minuten. Sie erhalten eine erste Einschätzung der Eignung und eine Übersicht der Bereiche, die analysiert werden müssen – kein Verkaufsangebot.
Ausgangslage
Die Entscheidung für Magento beginnt selten bei der Technologie.
Sie beginnt damit, dass die bestehende Lösung zunehmend Kosten verursacht. Der Vertriebsprozess muss an die Grenzen des Systems angepasst werden. Eine weitere Integration erfordert eine Umgehungslösung. Eine aus Geschäftssicht naheliegende Änderung erweist sich als technisch unmöglich oder unverhältnismäßig teuer.
Bei den meisten Projekten, mit denen Unternehmen zu uns kommen, begegnen uns dieselben Gründe:
Die Anforderungen an Integrationen wachsen. Bestände, Preise, Bestellungen, Verkaufsbelege, Produktdaten und Versandstatus müssen ohne manuelle Arbeit oder Inkonsistenzen zwischen den Systemen übertragen werden.
Es entstehen Prozesse, die sich nicht als fertiges Modul kaufen lassen. Individuelle Produktkonfiguration, eigene Preislogik, Bestellfreigaben, die Betreuung von Vertragskunden und besondere Verfügbarkeitsregeln.
Das Unternehmen möchte die Kontrolle über Code, Daten und Infrastruktur behalten, weil E-Commerce zu wichtig ist, um vollständig von den Entscheidungen eines externen Plattformanbieters abhängig zu sein.
Die E-Commerce-Plattform bedient mehrere Märkte oder Vertriebsmodelle, deren Unterschiede über Sprache und Währung hinausgehen.
Unter diesen Bedingungen ist die Kontrolle über Code, Daten und Architektur keine Frage technischer Vorlieben mehr. Sie wird zur Voraussetzung dafür, dass die Plattform in den kommenden Jahren mit dem Geschäft Schritt halten kann.
Magento ist nicht automatisch besser als SaaS-Plattformen. Es ist dann die bessere Wahl, wenn Flexibilität und Kontrolle einen tatsächlichen Nutzen bringen, der die höhere Projektkomplexität rechtfertigt.
Projekte, die wir umgesetzt haben
Unsere Projekte ansehenVorgehensweise
Was wir anders machen
Wir beginnen mit Fragen, nicht mit einer Funktionsliste.
Wie werden Produktdaten erstellt und aktualisiert? Woher kommen Preise und Bestände? Welches System ist in welcher Phase für eine Bestellung verantwortlich? Welche Prozesse bleiben im ERP, welche gehören nach Magento? Was soll geschehen, wenn eines der Systeme vorübergehend nicht verfügbar ist?
Die Antworten auf diese Fragen haben einen wesentlich größeren Einfluss auf die spätere Stabilität und die Entwicklungskosten als die reine Funktionsliste des Shops.
Wir kalkulieren die Kosten von Entscheidungen, nicht nur die Entwicklung.
Im komplexen E-Commerce ist der Code selbst selten der teuerste Teil. Architekturentscheidungen, die nach ein oder zwei Jahren die Weiterentwicklung blockieren, kosten deutlich mehr – insbesondere, wenn ihre Änderung die Neuentwicklung großer Systemteile erfordert.
Integration ist mehr als das Anbinden einer API.
Wir legen nicht nur fest, welche Daten übertragen werden, sondern auch, welches System die maßgebliche Datenquelle ist, wann synchronisiert wird und was bei Fehlern oder Duplikaten geschieht. Darin liegt der Unterschied zwischen einer Integration, die im Test funktioniert, und einer, die den täglichen Vertrieb zuverlässig unterstützt.
Wir setzen Module ein, wenn sie das Problem tatsächlich lösen.
Es ist nicht sinnvoll, vorhandene und gut gepflegte Funktionen neu zu entwickeln. Wir bauen die Projektarchitektur aber auch nicht auf einer zufälligen Sammlung von Plugins auf, nur weil sie die erste Entwicklungsphase verkürzen. Entscheidend sind die Gesamtkosten über den Lebenszyklus der Plattform.
Wir berücksichtigen die Wartung bereits bei der Konzeption.
Technische Entscheidungen fallen anders aus, wenn ein Team den Code nur bis zur Übergabe betreut oder ihn anschließend selbst aktualisiert, analysiert und weiterentwickelt. Wir gehören zur zweiten Gruppe.
Leistungsumfang
Umfang der Implementierung
Wir können das gesamte Projekt übernehmen oder in einzelnen Phasen einsteigen, wenn Sie einen Teil der Arbeit intern erledigen.
Der Prozess ist kein starres Wasserfallmodell. Arbeitspakete laufen parallel, soweit es die Abhängigkeiten erlauben: Das UX-Design ist der Entwicklung in der Regel voraus, während Integrationen häufig gleichzeitig mit dem Frontend entstehen.
Discovery und Anforderungsanalyse
Workshops mit den Fachbereichen und dem technischen Team. Analyse von Vertriebsmodell, Prozessen, externen Systemen, Einschränkungen und Wachstumsplänen. Wir legen fest, was tatsächlich in die erste Plattformversion gehört und was warten kann.
Fachliche und technische Dokumentation sowie Architektur
Dokumentierte Anforderungen, das Vorgehen zur Umsetzung der Funktionen, die Lösungsarchitektur, das Integrationskonzept und zentrale Technologieentscheidungen. Das Dokument dient als Grundlage für Aufwandsschätzung, Entwicklung und spätere Wartung der Plattform.
UX/UI
Wir können die gesamte UX und das visuelle Design erarbeiten. Sie benötigen keine fertigen Entwürfe, um mit uns zu starten. Wenn Sie ein eigenes Designteam oder eine Agentur haben, arbeiten wir mit deren Materialien.
Entwicklung
Magento, Hyvä, individuelle Entwicklung, Integrationen und Plattformkonfiguration. Wir betrachten Integrationen als Bestandteil der Architektur und nicht als Arbeit, die am Projektende angehängt wird.
Tests und Launch
Qualitätssicherung, Integrationstests mit Ihren Systemen, Datenaufbereitung und Migration, Umgebungskonfiguration sowie Planung und Durchführung des Go-live.
Stabilisierung, Wartung und Weiterentwicklung
Unsere Verantwortung endet nicht am Tag des Launches. Nach der Stabilisierung können wir die langfristige Wartung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform übernehmen.
Technologie
Zentrale Technologieentscheidungen
Magento Open Source oder Adobe Commerce
Wir beginnen ein Projekt nicht mit der Lizenzwahl, sondern mit den Anforderungen.
Bei neuen Projekten ist Magento Open Source unser regulärer Ausgangspunkt. Adobe Commerce empfehlen wir, wenn konkrete Geschäftsanforderungen dessen Funktionen und Lizenzkosten rechtfertigen. Diese Entscheidung sollte nach der Prozessanalyse fallen, nicht zu Beginn des Projektgesprächs.
Frontend
Für neue Implementierungen empfehlen wir standardmäßig Hyvä.
Ein schlankeres Frontend bedeutet kürzere Ladezeiten und bessere Core Web Vitals – Kennzahlen, die Google bei der Bewertung einer Website berücksichtigt und die das Nutzerverhalten im Kaufprozess tatsächlich beeinflussen. Wir betrachten Hyvä als Teil der Lösung, nicht als separates Zusatzprodukt.
Integrationen
Wir konzipieren sie als Bestandteil der Plattformarchitektur.
Wir legen Richtung und Häufigkeit des Datenaustauschs, den Umgang mit Fehlern und Wiederholungen sowie das jeweils führende System für jeden Datentyp fest. Wir haben nachweisliche Erfahrung mit SAP, Comarch, Microsoft Dynamics und Enova sowie mit kundenspezifischen Systemen.
Infrastruktur
Hosting und Infrastruktur sind optionale Bestandteile des Leistungsumfangs.
Wir können die Umgebung konzipieren, einrichten und optimieren. Sie müssen die Infrastruktur jedoch nicht von uns beziehen. Wenn Sie einen eigenen Anbieter oder ein eigenes Team haben, arbeiten wir mit ihnen zusammen. In der Praxis sind wir häufig beteiligt, weil die Konfiguration von PHP, Datenbanken, Redis, Varnish, OpenSearch und Cache-Schichten die Performance der gesamten Plattform unmittelbar beeinflusst.
Implementierung oder Ablösung einer bestehenden Plattform
Eine Implementierung bedeutet nicht immer einen Start bei null. Ebenso häufig wird eine funktionierende Lösung durch eine neue Plattform ersetzt, während der Vertrieb weiterläuft.
Wenn die größte Herausforderung darin liegt, Daten, Kunden, Bestellungen, URLs, Suchmaschinenpositionen und bestehende Integrationen zu übertragen, ist eine eigene Dienstleistung der passende Ausgangspunkt:
Migration und Plattformwechsel →Team
Warum Velocity
Fachwissen
Magento ist unsere Kernkompetenz.
Wir arbeiten seit mehr als zehn Jahren mit Magento und sind Adobe-Partner. Wir kennen die langfristigen Kosten von Architekturentscheidungen, weil wir die von uns implementierten Plattformen auch warten.
Experten
Unsere Experten setzen das Projekt um.
Eine Magento-Implementierung lässt sich nicht risikolos an ein Team übergeben, das die Plattform erst im laufenden Projekt kennenlernt.
Komplexität
Wir arbeiten in komplexen Umgebungen.
Große Kataloge, umfangreiche Produktdaten, ERP-, PIM- und CRM-Integrationen sowie Prozesse, die sich nicht mit der Standardkonfiguration abbilden lassen. Wir haben Projekte mit Hunderttausenden von Produkten und einer großen Zahl von Attributen umgesetzt.
Verantwortung
Wir bleiben auch nach dem Launch verantwortlich.
Mit vielen unserer Kunden arbeiten wir seit Jahren zusammen. Wir konzipieren die Plattform mit Blick auf ihre Wartung und Weiterentwicklung in den kommenden Jahren.
Wann Magento nicht die richtige Wahl ist
Für einen einfachen Shop mit einigen Dutzend Produkten, einem standardmäßigen Kaufprozess, wenigen Integrationen und ohne wesentliche individuelle Anforderungen ist Magento in der Regel wirtschaftlich nicht gerechtfertigt. Wenn ein möglichst günstiger und schneller Start das Ziel ist, passt meist eine einfachere SaaS-Plattform besser.
Das sprechen wir bereits im ersten Gespräch an. Wer Magento in einem Projekt einsetzt, das es nicht benötigt, verursacht Wartungskosten ohne entsprechenden Nutzen.
Was kostet eine Implementierung und wie lange dauert sie?
Es gibt keinen einzelnen aussagekräftigen Preis für eine Magento-Implementierung, wohl aber typische Größenordnungen.
ab
70.000 PLN
Dauer
3–9 Monate
Unsere Magento-Implementierungen beginnen üblicherweise bei 70.000 PLN und dauern drei bis neun Monate. Projekte mit umfangreichen Integrationen und einem B2B-Modell benötigen in der Regel sechs bis neun Monate.
Den Umfang und die Kosten bestimmen vor allem Anzahl und Qualität der Integrationen, verfügbare APIs externer Systeme, das B2C- oder B2B-Modell, der UX/UI-Umfang, die Zahl der Märkte, der Umfang individueller Entwicklung und der Zustand der zu migrierenden Daten.
Das erste Gespräch ist keine kostenpflichtige Discovery. Es dient einer ersten Analyse, mit der beide Seiten einschätzen können, ob eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll ist. Eine vollständige Discovery ist eine separate, kostenpflichtige Projektphase. Einen Teil der Anforderungen erfassen wir jedoch bereits während der Angebotserstellung, damit die Schätzung auf konkreten Informationen statt auf Annahmen beruht.
Fragen
FAQ
Für die meisten Projekte reicht Magento Open Source aus. Adobe Commerce ist sinnvoll, wenn konkrete Anforderungen dies rechtfertigen, etwa erweiterte native B2B-Funktionen, anspruchsvolles Content-Management oder Enterprise-Anforderungen auf Ihrer Seite. Die Antwort sollte sich aus einer Anforderungsanalyse ergeben, nicht aus einer Standardentscheidung.
Individuelle Preislisten und Rabatte pro Kunde, Unternehmenskonten mit mehreren Benutzern und Rollen, Bestellfreigaben, Kreditlimits, Angebotsanfragen, Schnellbestellungen über SKU-Listen und die Anbindung der Handelskonditionen an das ERP. Einige dieser Funktionen sind in Adobe Commerce nativ enthalten, andere setzen wir in Magento Open Source um.
Ja. Magento bietet REST- und GraphQL-APIs. Jede Integration konzipieren wir passend zum angebundenen System. Wir haben Erfahrung mit SAP, Comarch, Microsoft Dynamics und Enova sowie mit individuellen Systemen. Entscheidend sind Umfang, Richtung und Häufigkeit des Datenaustauschs und die Frage, welches System die maßgebliche Datenquelle ist.
Das hängt vom Projekt ab. Das Ökosystem bietet kostenlose und kommerzielle Erweiterungen mit einmaligen oder jährlichen Lizenzkosten. Nicht jede Funktion sollte zugekauft werden: Bei individuellen Prozessen kann ein fertiges Modul höhere Wartungskosten verursachen als eine eigene Umsetzung. Unsere Empfehlungen stellen wir während der Anforderungsanalyse vor.
Nicht alle, aber diejenigen, die Architektur und Datenmodell beeinflussen. Integrationsumfang, Katalogmodell, Preislogik und die Struktur der Kundenkonten sollten vor Arbeitsbeginn feststehen, weil spätere Änderungen teuer sind. Oberflächendetails, Inhalte und kleinere Funktionen können im Projektverlauf präzisiert werden.
Ja. Magento unterstützt nativ mehrere Websites, Stores und Store Views innerhalb einer Installation, mit getrennten Katalogen, Preisen, Währungen, Sprachen und Steuerkonfigurationen. Die Komplexität hängt davon ab, wie stark sich die Vertriebsprozesse der Märkte unterscheiden, nicht allein von ihrer Anzahl.
Nach dem Go-live folgt eine Stabilisierungsphase, in der wir auf Probleme reagieren und die Plattform unter Produktionsbedingungen abstimmen. Anschließend kann der Shop in die laufende Wartung und Weiterentwicklung übergehen: Sicherheitsupdates, Monitoring, Fehlerbehebung und neue Funktionen. Sie können die Plattform auch intern übernehmen – Dokumentation und Codequalität sollen dies ermöglichen.